Datum: 11. März 2026
Strukturwandel im Dialog: EVG präsentiert RAW-Revitalisierung bei Landesveranstaltung mit Ministerpräsident Sven Schulze
- Thema:
- Verfasst von Max Metz
Hohenmölsen – Die Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft Halle-Saalkreis mbH (EVG) hat im Rahmen der landesweiten Aktionswochen zum Strukturwandel ihr zentrales Transformationsprojekt für den Wirtschaftsstandort Halle (Saale) vorgestellt: die Revitalisierung des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks (RAW).
Präsentiert wurde das Projekt auf der Veranstaltung „Wandel regional spüren. Bilanz, Perspektiven und Handlungsfelder – Strukturwandel im Dialog“, die von der Staatskanzlei und dem Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt ausgerichtet wird.
Auch die EVG nutzte diese Plattform, um zentrale Projekte des Strukturwandels für die Stadt Halle (Saale) vorzustellen. Als kommunale Tochtergesellschaft der Stadt Halle (Saale) übernimmt die EVG eine zentrale Rolle in der Umsetzung und Koordination der Transformationsprozesse und agiert als Prozessführer für den Strukturwandel in Halle. Neben der Entwicklung des RAW-Areals informierte die Gesellschaft daher auch über weitere wichtige Vorhaben, darunter das APA-Inklusionszentrum sowie aktuelle Neubauprojekte im Technologiepark Weinberg Campus, die die Innovations- und Wissenschaftslandschaft des Standorts weiter stärken.



Am Stand der EVG konnten Besucherinnen und Besucher das zukünftige RAW-Quartier anhand eines virtuellen Rundgangs sowie eines physischen Modells des Areals erleben. Beide Formate ermöglichten einen anschaulichen Einblick in die geplante Transformation des historischen Bahnareals zu einem neuen urbanen Zukunftsstandort für Innovation, technologieorientierte Unternehmen und kreative Nutzungen.
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze informierte sich vor Ort über den aktuellen Entwicklungsstand des Projekts. Mit Robert Weber tauschte er sich über aktuelle Herausforderungen und mögliche Optimierungsansätze aus.
EVG-Geschäftsführer Robert Weber nutzte die Veranstaltung für intensive Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Fachinstitutionen – unter anderem mit Ministerpräsident Sven Schulze, Staatssekretär Dr. Jürgen Ude, Vertreterinnen und Vertretern der Denkmalpflege sowie weiteren Akteuren aus der Strukturwandelregion. Der Austausch diente insbesondere dazu, über den aktuellen Entwicklungsstand verschiedener Projekte im mitteldeutschen Revier zu informieren und neue Kooperationsansätze zu diskutieren.
Robert Weber betonte die Bedeutung der aktuellen Transformationsprozesse für den Standort Halle (Saale):
„Die Revitalisierung des RAW-Geländes zeigt exemplarisch, wie Strukturwandel gelingen kann: Wir verbinden industrielle Geschichte mit neuen wirtschaftlichen Perspektiven und schaffen Raum für Innovation, Technologie und urbane Entwicklung.“
Die Veranstaltung ist Teil der landesweiten Aktionswochen zum Strukturwandel, die von den Akteurinnen und Akteuren der Region gemeinsam gestaltet werden. Ziel ist es, sichtbar zu machen, wo Strukturwandel bereits greift und welche Perspektiven sich daraus für das mitteldeutsche Revier ergeben.Inhaltlich stehen dabei vier zentrale Handlungsfelder im Fokus: „Wirtschaft und Innovation“, „Energiewirtschaft und Umwelt“, „Bildung und Fachkräftesicherung“ sowie „Attraktivität des Reviers“. Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung ist der sogenannte „Markt der Möglichkeiten“, auf dem Projektträger ihre Vorhaben und Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren.Der Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier wird maßgeblich durch Bundesmittel unterstützt. Für Sachsen-Anhalt stellt die Bundesregierung insgesamt rund 4,8 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon entfallen etwa 3,2 Milliarden Euro auf den sogenannten Bundesarm, der Vorhaben von Bund und Land finanziert. Weitere 1,6 Milliarden Euro stehen im Landesarm zur Verfügung, bei dem die Projektauswahl durch das Land Sachsen-Anhalt beziehungsweise die fünf Reviergebietskörperschaften erfolgt. Bereits heute wurden mehr als eine Milliarde Euro Bundesmittel für konkrete Projekte bewilligt, davon allein rund 511 Millionen Euro im Jahr 2025.
Weitere Informationen zur Entwicklung des RAW-Quartiers unter www.halle-investvision.de/raw
