Beitrag vom 02. September 2025
Halle (Saale) an der Spitze: Deutschlands attraktivster Mittelstadt-Standort für Gründer
- Thema: Ranking
- Verfasst von Redaktion
Für Gründer extrem attraktiv: Halle (Saale) als Top-Standort für Unternehmer unter mittelgroßen Städten in Deutschland © Redd Francisco/Unsplash
Die Stadt Halle (Saale) hat in einer aktuellen Standortstudie des Zahlungsanbieters SumUp einen beeindruckenden ersten Platz unter den deutschen Städten mittlerer Größe (150.000 bis 299.999 Einwohner) belegt. Die Analyse basiert auf zentralen Kosten- und Standortfaktoren wie Medianlohn, Arbeitslosenquote, Einzelhandelsmiete, Nebenkosten und Körperschaftssteuersatz. Unter 71 untersuchten Städten konnte keine andere Kommune in dieser Größenklasse eine so vorteilhafte Gesamtkonstellation aufweisen wie Halle (Saale).
Halle auf Platz 1: Spitzenbewertung im Deutschlandvergleich
Diese Auszeichnung ist mehr als nur eine Momentaufnahme: Sie belegt eindrucksvoll die Standortqualität der Saalestadt für Gründerinnen und Gründer, Start-ups und kleine Unternehmen – insbesondere in Zeiten steigender Fixkosten und unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
„Mit unserer Analyse wollen wir Unternehmern zeigen, dass es neben den bekannten deutschen Metropolen attraktive Alternativen gibt, wo es möglich ist, dank niedrigerer Fixkosten und guter wirtschaftlicher Anbindung ein erfolgreiches Geschäft zu etablieren.“
– Sibylle Jost, VP Growth bei SumUp
Kostenstruktur als entscheidender Wettbewerbsvorteil
Die Studie macht deutlich: Während in Metropolen wie München oder Hamburg hohe Gewerbemieten und Nebenkosten die Standortwahl erschweren, bietet Halle (Saale) ein klar kalkulierbares und gründerfreundliches Umfeld. Die Mischung aus günstigen Mieten, moderaten Nebenkosten und guter Infrastrukturanbindung schafft Spielräume für Investitionen und Innovation.
Dass Halle hier nicht nur mithalten, sondern sogar führen kann, zeigt auch der Blick in den Bundesvergleich: Unter den mittelgroßen Städten ist Halle laut SumUp die Nummer eins, noch vor Chemnitz und Leverkusen. Ein starkes Signal für alle, die mit dem Gedanken spielen, ein Unternehmen zu gründen oder zu expandieren.
Halle als urbaner Zukunftsraum mit Perspektive
Doch Halle überzeugt nicht nur durch Zahlen. Die Stadt befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Strukturwandel – und nutzt diesen aktiv für die Entwicklung neuer urbaner Räume, Ideen und Technologien. Zwei zentrale Zukunftsprojekte stehen dabei exemplarisch für die Transformation der Stadt:
Das RAW-Gelände: Ein Quartier für Kreativität und Digitalisierung
Mit der Revitalisierung des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks (RAW) entsteht am nordöstlichen Rand der Innenstadt ein zukunftsweisendes Stadtquartier. Auf dem rund 14 Hektar großen Areal soll ein Cyber-Quartier mit Fokus auf Digitalwirtschaft, Kreativbranchen und Wissensarbeit entstehen – vernetzt mit Forschung, Start-ups und Co-Working.
Das Projekt wurde im Rahmen des Strukturwandels mit 203 Millionen Euro Fördermitteln ausgestattet und zielt darauf ab, Halle (Saale) als digitalen Innovationsstandort in Ostdeutschland weiter zu profilieren. Die ersten Flächen für Start-ups und kreative Unternehmen sollen ab 2027 bezugsfertig sein.
Der Riebeckplatz: Mobilität, Urbanität und Zukunftszentrum
Nur wenige hundert Meter entfernt beginnt die umfassende Umgestaltung des Riebeckplatzes, eines der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt. Ziel ist ein urbanes, nutzungsgemischtes Zentrum mit Fokus auf neue Mobilität, urbane Lebensqualität und intelligente Verknüpfung von Stadt und Region.
Herzstück wird das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation, das als bundesweit bedeutsame Einrichtung mit Modellcharakter entsteht. Gemeinsam mit Forschungseinrichtungen, Start-ups und zivilgesellschaftlichen Akteuren wird hier an der Gestaltung gesellschaftlicher und technologischer Transformation gearbeitet. Für den Umbau des Areals stellt das Land Sachsen-Anhalt rund 29 Millionen Euro bereit.
Gründerfreundlich, gut vernetzt, strategisch aufgestellt
Die aktuellen Ergebnisse der SumUp-Studie zeigen deutlich, dass sich Halle (Saale) nicht mehr hinter großen Namen verstecken muss. Im Gegenteil: Wer gute Ideen, klare Strukturen und bezahlbare Bedingungen sucht, findet in Halle optimale Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum.
Hinzu kommt die gute Vernetzung der Stadt im mitteldeutschen Raum und darüber hinaus: Mit Leipzig, Jena und dem Ballungsraum Magdeburg bestehen starke Kooperationsbeziehungen. Die Anbindung an ICE, Autobahn und internationale Flughäfen unterstreicht die Standortvorteile.
Standort mit Perspektive: Halle im Blick behalten
Für viele Gründerinnen und Gründer ist die Frage nach dem „richtigen Ort“ essenziell. Halle (Saale) kann diese Frage heute besser beantworten denn je: mit einem Mix aus bezahlbarer Infrastruktur, hoher Lebensqualität, ambitionierter Stadtentwicklung und einer gründungsfreundlichen Verwaltung.
Nicht zuletzt trägt auch die wissenschaftliche Exzellenz vor Ort zur Attraktivität bei: Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Burg Giebichenstein Kunsthochschule, Fraunhofer- und Leibniz-Institute sowie der Technologiepark Weinberg Campus sorgen für Innovationspotenzial und gut qualifizierte Nachwuchskräfte.
Fazit: Halle ist bereit für die Gründer von morgen
Wer heute gründet, will mehr als nur Bürofläche: Er oder sie sucht ein Umfeld, das Inspiration, Sicherheit und Entwicklungsspielräume bietet. Halle (Saale) beweist mit dem ersten Platz im SumUp-Ranking, dass genau das hier möglich ist.
Die Stadt ist auf dem Weg, sich als einer der vielversprechendsten Standorte für Gründerinnen und Gründer in Ostdeutschland zu etablieren – nicht als Gegenentwurf zu den Metropolen, sondern als eigenständige, zukunftsfähige Alternative mit Charakter, Kompetenz und Chancengleichheit.
Weitere Infos finden Sie im Beitrag zum Ranking.