Beitrag vom 03. Juni 2026
Halle trifft Europa: Stadt zeigt Innovations- und Transformationskraft in Brüssel
- Thema: Events
- Verfasst von Max Metz
Alle Bilder: (c) Elza Löw Website
Beim Sommerfest der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Brüssel präsentierte sich Halle (Saale) am 3. Juli 2026 als Zukunfts-, Wissenschafts- und Innovationsstandort. Gemeinsam mit Partnern aus Stadtentwicklung, Wissenschaft und Wirtschaft wurden Einblicke gegeben, wie digitale Transformation, Strukturwandel und nachhaltige Entwicklung in Halle konkret gestaltet werden.
Halle (Saale) hat sich beim diesjährigen Sommerfest der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Brüssel als Stadt des Wandels und der Zukunftsgestaltung präsentiert. Vor rund 400 Gästen aus europäischen Institutionen, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft standen die Rolle Europas in einer Zeit geopolitischer Veränderungen, die Bedeutung technologischer Innovationen sowie die Zukunftsfähigkeit der Regionen im Mittelpunkt.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze warb für ein starkes Europa als Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hob die Chancen hervor, die sich durch die internationale Vernetzung Europas und neue Handels- und Innovationspartnerschaften ergeben. Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt unterstrich die Rolle der Saalestadt als Motor der digitalen Transformation und als Standort, an dem Zukunftsfragen in Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtentwicklung konkret beantwortet werden. Unter dem Motto „Die Stadt Halle (Saale) trifft Europa – an der Schnittstelle der digitalen Transformation von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft“ stellte die Stadt ihre wichtigsten Zukunftsprojekte einem internationalen Publikum vor.

Im Zentrum des gemeinsamen Auftritts standen Projekte und Initiativen, die beispielhaft für den Wandel Halles stehen. Dabei präsentierten Partner aus Stadtentwicklung, Wissenschaft und Wirtschaft innovative Vorhaben aus den Bereichen Digitalisierung, Strukturwandel, Wissenstransfer und nachhaltige Stadtentwicklung.
Die Stadt Halle (Saale) stellte ihre Smart-City-Strategie vor und präsentierte mit dem „HAL-Plan“ den digitalen Zwilling der Stadt. Das Projekt eröffnet neue Möglichkeiten für datenbasierte Stadtentwicklung, nachhaltige Planungsprozesse und eine stärkere Bürgerbeteiligung.
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg präsentierte gleich mehrere Vorhaben des Strukturwandels. Das Projekt TPG (Innovationsregion für digitale Transformation der Pflege und Gesundheitsversorgung) treibt die Digitalisierung der Pflege und Gesundheitsversorgung voran. Mit dem Just Transition Center (JTC) stellte die Universität Ansätze für einen gerechten Strukturwandel und neue Formen des Wissenstransfers vor. Das Projekt DiP Sachsen-Anhalt widmet sich der Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten und zeigte Potenziale der Bioökonomie für die wirtschaftliche Entwicklung der Region auf.
Als weiterer Partner präsentierte sich das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation, das künftig am Riebeckplatz in Halle (Saale) entstehen wird. Das Zentrum soll ein Ort für Forschung, Austausch und gesellschaftlichen Dialog über Transformationsprozesse werden und die nationale wie europäische Perspektive auf gesellschaftlichen Wandel stärken.
Auch die Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft Halle-Saalkreis mbH (EVGmbH) war vor Ort. Im Auftrag der Stadt Halle (Saale) präsentierte sie unter dem Claim „RAWpotential“ die Entwicklungsperspektiven zur Revitalisierung des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks am Hauptbahnhof. Das rund 20 Hektar große ehemalige Industrieareal steht exemplarisch für die Transformation historischer Infrastruktur zu einem modernen Innovations-, Technologie- und Wissensquartier.
Die unmittelbare Lage am Hauptbahnhof sowie die direkte Nachbarschaft zum entstehenden Zukunftszentrum schaffen dafür besondere Voraussetzungen. Perspektivisch sollen hier Flächen für technologieorientierte Unternehmen, wissensbasierte Dienstleistungen, Forschung, digitale Anwendungen und moderne urbane Arbeitswelten entstehen. Die Entwicklung verbindet zentrale Zukunftsthemen wie Strukturwandel, nachhaltige Stadtentwicklung, Wissensökonomie und die Revitalisierung innerstädtischer Industrieflächen. Am Messestand konnten Gäste einen interaktiven Einblick in die Entwicklungsperspektiven des RAW-Areals bekommen. Besucherinnen und Besucher konnten mittels eines digitalen Tools den direkten Vergleich zwischen dem heutigen Zustand des Geländes und den städtebaulichen Visionen der zukünftigen Entwicklung erleben – ergänzt durch großformatige Luftbilder, digitale Visualisierungen sowie ein haptisches 3D-Modell des Quartiers.
Die prefrontal cortex GmbH präsentierte in Brüssel mit „In Arm’s Reach“ eine interaktive Installation, die die Auswirkungen der Klimakrise sichtbar macht. Die Kraftwerk Software Holding GmbH stellte digitale Lösungen für die Energie- und Wasserwirtschaft vor und zeigte Anwendungen für Energiewende und Elektromobilität.














Der gemeinsame Auftritt verdeutlichte einmal mehr die Vielfalt der Zukunftsthemen, die Halle (Saale) heute prägen: von Wissenschaft und Forschung über Digitalisierung und Smart City bis hin zu Strukturwandel, nachhaltiger Stadtentwicklung und technologischer Innovation. Gemeinsam haben die beteiligten Partner anschaulich gezeigt, wie die Stadt ihre Stärken bündelt und sich als leistungsfähiger Wissenschafts-, Innovations- und Transformationsstandort im Herzen Europas präsentiert.