Standorte
INNOVATIONS-quartier
RAW-Gelände
Leuchtturmprojekt des Strukturwandels in Halle (Saale)
Transformation
und Vision
Der Strukturwandel in den Kohleregionen ist eine bewusste Entscheidung für eine nachhaltige und zukunftsträchtige Transformation. Er ermöglicht es, Regionen neu zu erfinden und den Zukunftsort von morgen zu entwerfen. Genau hier setzt Halle mit dem RAW-Gelände an: Direkt am Riebeckplatz und hinter dem Hauptbahnhof gelegen, birgt das RAW-Gelände über 200.000 m² Potenzial. Die brachliegende Altindustriefläche soll sich zum neuen innovativen Stadtquartier wandeln: „Halles neuer Osten“. Er soll als Zukunftsort entstehen und weiterwachsen, der innovative Lösungen für das Leben von morgen entwickeln kann und Jobs in Zukunftsbranchen sichert. Ein Ort zum Arbeiten, Forschen, Gründen und Leben, für tausende Menschen.
Direkt am Hauptbahnhof: Lost-Place der Superlative
Das ehemalige Reichsbahnausbesserungswerk, direkt am Hauptbahnhof Halle, ist in seinem Charme und den Entwicklungsmöglichkeiten einzigartig. Hinter den dichten Büschen und Zweigen des vergangenen Jahrhunderts, verbirgt sich ein wahrer Schatz: Auf dem 20 Hektar großen Areal wurden vor 160 Jahren Dampflokomotiven repariert.
Ruß, Dreck, Öl und Kohle waren und sind allgegenwärtig. In den 1860er Jahren erbaut, ist das Areal seit gut 20 Jahren ungenutzt. Und gehört zu den größten leerstehenden Industriegeländen der Saalestadt und ist mit seiner Gesamtfläche und den noch denkmalgeschützten Industriehallen ein Lost Place der Superlative.
Fakten im Überblick
- Über 20 Hektar großes Gelände
- Zentrale Lage am Hauptbahnhof
- auf der ICE-Sprinter Achse Berlin-Halle-München
- Teilweise bebaut mit Industriehallen von 1860
Leuchtturmprojekt des Strukturwandels
Das RAW-Gelände besticht schon jetzt – mit ausgedehnten historischen Hallen von 1860, imposanten Schaufassaden und seiner denkmalgeschützten Industriearchitektur. Im Rahmen des Strukturwandels der Kohleregionen soll die Transformation des Areals dem RAW aber zu gänzlich neuem Glanz verhelfen: Zur ganzheitlichen Revitalisierung wurden Fördermittel beantragt und im ersten Schritt 180 Millionen Euro für die Sanierung und Herstellung der Infrastruktur eingeplant.
Aktuell werden die örtlichen Altlasten intensiv untersucht und der gesamte Entwicklungs-Prozess, samt neuem Bebauungsplan, sind in der Vorbereitung. Ein Verkehrs-Erschließungskonzept wurde bereits erstellt. Projektträger dieses einmaligen Vorhabens ist die städtische Entwicklungsgesellschaft Industriegebiet (EgIG).
Vorher-Nachher-Ansicht des Geländes (interaktiv)
Die große Vision von Halles neuem Osten
Ab 2025 sollen hier „Halles neuer Osten“ entstehen und die Grundlagen für die Ansiedlung von Cyberunternehmen und die Gründung von Start-Up-Firmen geschaffen sein, besonders aus den Bereichen IT-Sicherheit, Kommunikation und E-Business. Mit Universitätsstandorten, Forschungseinrichtungen und -Instituten sowie einer Bundesbehörde könnten erste Ankerprojekte eine Sogwirkung entfalten. Mit dem Anschluss an den ÖPNV und dem Bau von Tunneln, Brücken, Straßen und Radwegen, soll das RAW-Gelände Platz für Begegnung bieten – für Kultur, Gastronomie, Veranstaltungen, Gewerbe und könnte modernes Wohnen mit smarten Mehrfamilienhäusern ermöglichen, umgeben von kleinen Parks, Grünflächen und Blühstreifen.
Transformation bedeutet mehr als die Entwicklung großer Visionen
Zuerst müssen die Grundstücke erworben und in einer Hand vereinigt werden. Eine umfangreiche Analyse der Altlasten ist notwendig, um den Boden wieder nutzbar zu machen. Ein Sanierungskonzept muss entstehen und nicht mehr zu sanierende Gebäude müssen abgerissen und die historischen denkmalgeschützten Hallen wieder hergerichtet werden. Viele Millionen Euro sind für die Sanierung und Herstellung der Infrastruktur bei diesem einmaligen Vorhaben geplant.
Ein mögliches Nutzungskonzept gliedert das fast Areal in einzelne Kernbereiche und fokussiert dabei Zukunftsbranchen und nachhaltige Schwerpunkte. Nach ersten Schätzungen könnten bis zu 1.500 Jobs und ein einmaliger Mikrokosmos entstehen.
RAW-Updates
Aktuelle Entwicklungen
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April 2026
Baubeginn der Sicherungs- und Rückbaumaßnahmen in den Hallen für die die technischen Untersuchungen in den Gebäuden
Abschluss des Vergabeverfahrens und Bindung des Unternehmens SSF Ingenieure GmbH zur Planung des Tunnels und der Brückenbauwerke
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März 2026
Einreichung des Freistellungsantrages von Bahnbetriebszwecken nach § 23 AEG bei der Deutschen Bahn
Vorbereitende Prüfungen und Planungen zur Nutzung des Büschdorfer Tunnels für die Altlastensanierung
Beginn von Schalluntersuchungen und Erstellung eines klimaökologischen Gutachtens
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Februar 2026
Erstellung eines Umsiedlungskonzeptes auf Basis des Artenschutzgutachtens zur Umsiedlung von Zauneidechsen
Abstimmung und Genehmigungsverfahren zu der Umsiedlungsmaßnahme sowie die Herrichtung von Ersatzhabitaten
Erstellung und Abstimmungen zum Niederschlagswasserkonzept
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Januar 2026
Vorbereitende Maßnahmen für den Grunderwerb
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Dezember 2025
Erhalt der denkmalrechtlichen Genehmigung für den Rückbau von Hallen für weitere Untersuchungen der Altlasten in den Hallen zur konkreten Festlegung des Verlaufs der Dichtwand.
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November 2025
Beginn der Aufstellung des Sanierungsplanes nach § 13 BBodSchG unter Begleitung des Sanierungsplaners und Planung der Dichtwand durch vorbereitende Untersuchungen des Bodens auch in den Hallen
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September 2025
Vorbereitung der Freistellung von Bahnbetriebszwecken § 23 AEG und des städtebaulichen Wettbewerbs sowie Änderung des FNP und Vorbereitung B-Plan Verfahren (Ausschreibung Planungsbüro)
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August 2025
Ausschreibung des Bauleitplanungsbüros zur Erstellung und Erarbeitung des Bauleitplans und Ausschreibung für die Erstellung des Sanierungsplanes nach § 13 BBodSchG
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Juli 2025
Der endgültige Bescheid über 122,2 Mio. Euro wurde durch den Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff am 09.07.2025 übergeben
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Juni 2025
EU-Ausschreibung / Durchführung Machbarkeitsstudie Umverlegung von Bahnanlagen und Medien (Prüfung der Umverlegung der zwei bestehenden Regenrückhaltebecken)
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Mai 2025
EU-Ausschreibung und Beauftragung der Projektsteuerung ist erfolgt
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März 2025
EU-Ausschreibung/Beauftragung und Durchführung artenschutzrechtliches Gutachten
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Januar 2025
Fertigstellung bauhistorisches Gutachten zur Klärung des Denkmalschutz-Status
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